Es ist ein fast schon historisches 3:3 gegen Frankreich. In den 2000er-Jahren ist der Schweiz noch nie ein solches Resultat gelungen, aber die Belohnung bleibt aus.
09.10.2026
Die Ausgangslage ist klar: die Schweiz braucht einen Sieg gegen Frankreich, um in die Klassierungsspiele um die Plätze 5-8 einziehen zu können. Ein schwieriges Unterfangen, ist doch gegen Frankreich in den letzten mehr als 25 Jahren kein Kraut gewachsen.
Die aktuelle Schweizer Generation hat aber den Anschluss langsam wieder hergestellt und liefert dafür den Beweis ab. Noelia Rüegger erwischt die französische Torhüterin Lili Buchoux zweimal auf ähnliche Art und Weise. Von hinter dem Tor kommend, drückt sie die Kugel um die Gegner und an der Torfrau vorbei rein (14./16.). Die Schweiz spielt bis dahin sehr kontrolliert, hat die Partie und den Gegner im Griff. Die Pausenführung ist entsprechend verdient.
Die Schweiz wird zu passiv
Frankreich stellt danach auf ein Pressing um, auch den Umständen geschuldet. Das zeigt seine Wirkung. Solène Cayol kann verkürzen (29.), woraus die Schweiz etwas kleiner verteidigt und einige Male zu passiv werden droht. Das rächt sich vorerst nicht, weil Cayol Blau sieht und Rüegger im Powerplay aus der Distanz zum 3:1 trifft (35.). Eine Minute später aber hat Cyrielle Lagroye zu viel Platz erhalten und verkürzt (36.), danach kann Axelle Husson ausgleichen (39.). Dem Schweizer Nationaltrainer Oriol Manzanero gelingt es darauf sein Team wieder zu stabilisieren, aber der Siegestreffer fehlt.
Bittere Konsequenzen
Trotz des guten Auftritts und einem Resultat, das unter anderen Umständen als Grosserfolg gewertet würde, endet der Tag bitter aus Schweizer Sicht. Aufgrund des um ein Tor schlechteren Torverhältnis spielt man ab heute um die Ränge 9 bis 11. Und das im Wissen, dass die andere Vorrundengruppe deutlich schwächer war und davor Teams klassiert sein werden, die normalerweise in Schweizer Reichweite liegen.
Schweiz - Frankreich 3:3 (2:0)
SND Arenita. - SR: Fernandez, Tosoni.
Tore: 14. Rüegger 1:0, 16. Rüegger 2:0, 29. Cayol 2:1, 35. Rüegger 3:1, 36. Lagroye 3:2, 39. Husson 3:3.
SCHWEIZ: Iseli, Consoni; Scheer, Hilfiker, Rubi, Schenk, Schuler, Nadele Moor, Rüegger (3), Moor.
FRANKREICH: Buchoux, Lucie Gohet; Dubocquet, Lagroye (1), Herrault, Cayol (1), Célia Gohet, D'Haese, Gefflot, Husson (1).
BEMERKUNGEN: 1x Blau Frankreich.
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Foto: Raph Krauss, Lebkuchenhaus Productions.
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